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12. Klasse in aller Welt unterwegs

Die jetzige 12. Klasse war fast auf der ganzen Welt unterwegs.
Im Rahmen des Parzival-Projektes verbrachten die 24 Schüler/innen gegen Ende des vorigen Schuljahres und zum Teil noch in den Ferien mindestens fünf Wochen an einem Arbeitsplatz in einem Unternehmen oder in einer Organisation im In- oder Ausland, um praktische Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln.

Auf den Spuren von Parzival

Die Jugendlichen wandelten dabei im übertragenen Sinn auf den Spuren der historischen Parzival-Figur, weil es darum ging, sich mit Mut, Selbstständigkeit und Vertrauen auf ihre Fähigkeiten einer neuen, bisher unbekannten Herausforderung in ihrem Leben zu stellen.

Zu diesen Herausforderungen zählten Arbeiten und Einsätze ganz verschiedener Art: Theater, Kindergarten, Surfcamp, Caféhaus, studentische Forschungsarbeiten, Weinbau, Nationalpark, Geigenbau, Agritourismus, Gartenarbeiten, Nachhaltigkeit im Tourismus oder Übersiedelung einer Universität.

Auf fast allen Kontinenten der Welt waren die Schüler/innen der vormals 11. Klasse im Einsatz: Kanada, Südafrika, Bali, Neuseeland, Hawaii im Pazifik, Norwegen, Schweden, England, Irland, Schweiz, Italien, Malta, Griechenland und – Graz.

Foto 4Verena Peinhopf war fünf Wochen lang  in der Schweiz  in einem Kindergarten beschäftigt: „Mein Parzivalprojekt fand in Origlio/Tessin in der italienisch sprachigen Schweiz statt. Dort übte ich die Arbeiten einer Praktikantin in einem Waldorfkindergarten aus. Ich arbeitete sehr viel mit den Kindern zusammen. Wir haben Brot gebacken, Blumenkärnze gebunden, wir bastelten Schmetterlinge oder bauten zusammen ein „Baumhaus“, welches sich in einem Haselnussstrauch befand.

Foto 0_Kinder_StegObwohl die Kinder sehr anstrengend waren, sind diese mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen, denn mit ihrer lockeren, herzhaften Art und einem grossen Funkeln in den Augen berührten sie mich sofort . Jeden Tag wurde ich immer mehr und mehr von ihnen aufgenommen und bekam als Abschlussgeschenk sogar zwei Zeichnungen und jede Menge Steine von den Zwergen und Elfenprinzessinen.

Das Praktikum war traumhaft schön, denn ich durfte wieder in die Welt eintauchen, in der man noch träumen und fantasieren konnte, in der man sich noch keine wirklichen Gedanken machen musste und in der man einfach das machte, was das Herz begehrte. Ich habe dort viele positive sowie negative Erfahrungen gesammelt, ich empfand viel Freude und Lebenslust, aber vor allem habe ich wieder gelernt, die noch so kleinen Dinge zu schätzen. Ich bin froh, dieses Praktikum gemacht zu haben, denn ich wusste nicht, was man von den Kindern alles lernen kann.“

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Unterstützung durch Leonardo-Projekt

Finanzielle Unterstützung erhalten die Eltern durch das sogenannte Leonardo-Projekt. Zielsetzung des EU-Projektes ist es, den Schüler/innen bei ihren ersten Schritten in die Arbeitswelt Europas innovative Wege in der Berufswahl anzubieten und ihnen dadurch die Möglichkeit zu geben, Grenzen zu überwinden – Landesgrenzen, kulturelle Grenzen, aber auch Grenzen im Kopf.

Die Kriterien der Entsendung sind: ausreichende Fremdsprachenkenntnisse (zumindest Englisch), Interesse für fremde Kulturen und neue Arbeitsmethoden, Lernbereitschaft in der Arbeitswelt außerhalb Österreichs, soziale Reife, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Toleranz, Belastbarkeit. Die Schüler/innen der 11. Klasse wurden in eigenen Stunden mit drei Mentor/innen vorbereitet. Die Jugendlichen müssen Tagesprotokolle, Dokumentationen, Portfolios und einen Endbericht verfassen.

Am ersten Septemberwochenende fand in Deutschlandsberg ein Abschlusstreffen statt, bei dem die Schüler/innen ihre Erlebnisse auch künstlerisch verarbeiteten: Sie gestalteten ihre Eindrücke als Gedichte, Geschichten, Gemälde, Tanzstück, Musikkomposition, Film, Fotocollage und als digitale Bilderschau.

Bei der Präsentation im Festsaal stellten die Schüler/innen eindrucksvoll dar, wie sie sich durch dieses Berufspraktikum in ihrer Persönlichkeit entwickelt hatten und wie Fähigkeiten in den Jugendlichen zu Tage gefördert wurden, um sich für das Leben „da draußen“ vorzubereiten.