Screenshot 2015-09-07 14.48.22

Erasmus+ Projekt “work.experience.development-for you and Europe“ (2015-2017)

 

Untitled2

 

 

 

Neun Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse 2014/15 haben das neue Erasmus+ Projekt „work.experience.development-for you and Europe“ (2015-2017) genutzt, um ihr Parzival Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren. Die Betriebe in den Ländern, Schweden, Irland, Großbritannien und Island waren zum Teil aus früheren Projekten bekannt, aber auch einige neue Partner konnten gewonnen werden. So konnten Praktika zwischen 5 Wochen und 2 Monaten in Kindergärten, Theater, einer Jugendherberge, einer Firma und auf einem Pferdehof stattfinden. Zur Veranschaulichung 2 Berichte von Schülerinnen:

Vor meinem Praktikumsantritt war ich nicht sehr nervös, sondern ich freute mich sehr auf die Möglichkeit ins Ausland zu fahren und ein Praktikum in einem Café zu machen.Ich erwartete, viele neue Dinge zu lernen, sowie mein Englisch zu verbessern. Da ich auch schon einiges über Schottland gelesen hatte, freute ich mich darauf und ich wollte wissen, ob es wirklich so verregnet ist wie mir alle Leute sagten.

Screenshot 2015-09-07 14.48.03
The White House Kitchen“ ist ein Community Café in der schottischen Hauptstadt Edinburgh mit Frühstück und Mittagsangebot, außerdem bietet es einen Cateringservice. Es gibt einen eigenen Garten, in dem Gemüse und Kräuter angepflanzt und zum Kochen verwendet werden. Zwei Köche bereiten das Essen möglichst mit lokalen Produkten zu und auch das Brot ist selbst gebacken. Ich hatte viele verschiedene Aufgaben, denn ich half einfach immer dort wo sie mich brauchten. So machte ich Pommes Frites von Hand, indem ich die Kartoffeln zuerst in Scheiben schnitt und dann in Streifen oder ich machte ,,Coleslaw,,- einen Krautsalat (Blaukraut, Zwiebel, Karotten, Mayonnaise). Ich knetete Brotteig und formte runde Brötchen, die ich dann mit Ei bestrich und mit Mohn und Sesamkörnern bestreute, ein paar Mal durfte ich sogar Kuchen backen und die Kuchenglasur machen (Karottenkuchen, Kokos-Limetten-Kuchen und einen Chocolate Fudge Kuchen).

Natürlich gehörten auch Arbeiten wie Geschirrspüler ein- und ausräumen, servieren und Tische abwischen zu meinen Aufgaben. In meiner letzten Woche machte ich Sandwiches, richtete Teller mit Salat und Krautsalat her, machte,,Pork-Burger“ und Hühnchen Salat. Während meines Praktikums habe ich einiges gelernt: Von meinen Chefs habe ich viele Küchentipps bekommen und ich lernte die verschiedenen Kaffees mit einer großen Maschine zu machen und ich verstand wie ein Café und eine Küche funktionieren. Ich konnte auch mein Englisch sehr verbessern, am Anfang war es zwar schwierig alles zu verstehen, besonders wenn mit starkem schottischem Akzent, undeutlich und schnell geredet wurde. Aber es fiel mir jeden Tag etwas leichter meine Chefs, Arbeitskollegen und die Kunden besser zu verstehen was mich sehr freute.

Screenshot 2015-09-07 14.47.35

Alle Leute, die ich kennengelernt habe, waren sehr nett und die Schotten sind meiner Meinung nach auch sehr geduldige und rücksichtsvolle Leute z.B. habe ich noch nie in einem anderen Land gesehen, dass man sich an einer Bushaltestelle in einer Reihe anstellt und sich nicht vordrängt.

Man merkt jedoch auch, dass Schottland schon relativ weit im Norden liegt. Obwohl es gerade Sommer war, betrugen die Temperaturen etwa 20°C und es regnete häufig. Jetzt, nach meinem Praktikum merke ich erst richtig, was ich alles gelernt habe und dass es ein wirklich tolles Praktikum war.

 

 

– – –

 

 

Screenshot 2015-09-07 14.48.22

Ich habe im Rahmen meines Parzivalprojekts fünf Wochen im Kindergartender Brighton Steiner School gearbeitet. Die Schule inklusive der drei Kindergärten befindet sich in einem größeren Gebäude, welches von einem großen Gelände und Garten umgeben wird, es besteht viel Platz für Außenaktivitäten und Freiraum für die Kinder zum Spielen.

Ich wurde schon vor meiner Ankunft einer Kindergarten Gruppe zugewiesen, in welcher ich mit der Kindergärtnerin Kim, ihrer Assistentin Lorena und einer Praktikantin namens Marcia zusammengearbeitet habe. Meine Aufgabe war es, die Kindergärtnerinnen zu unterstützen und verschiedenste Aufgaben zu erledigen, aber auch den ganzen Vormittag Teil einer Gemeinschaft unter Kindern zu sein. Erste Priorität haben die Kinder und deren Sicherheit, was bedeutet, dass ich als Praktikantin immer beide Augen auf alle Kinder offen halte, es ist wichtig, dass ich auf der Straße immer außerhalb gehe, um sie zu schützen, sie beim Klettern beobachte und vieles mehr. Ich war für die Zubereitung unserer Jause nach dem Spaziergang und auch für unser Mittagessen zuständig. Im Laufe des Vormittags wurden mir Aufgabenzugeteilt, von Nähen, Weben, Basteln, Aufräumen und Vorbereiten bis zum Einkaufen, Backen, Kochen und Putzen. Den Abwasch nach jeder Mahlzeit übernahm ich immer, da die Kindergärtnerinnen selbst alle Hände voll zu tun hatten. Ich arbeitete viel selbstständig und kannte mich schnell gut aus. Es gab auch Gruppenarbeit, wobei ich z.B. vier der älteren Kinder beim Nähen beaufsichtigt habe und ihnen half, ihre selbst gemachten Steckenpferde zu vollenden.

 

Image 2015-09-07 at 2.48.43 pm

 

Ich hatte in meinem Praktikum wenige Schwierigkeiten und konnte mich meist gut mit meinen Aufgaben und der Arbeit identifizieren.
Ich habe bei einer Gastfamilie in Lewes, 15 Autominuten von Brighton entfernt, gewohnt. Die Familie hat zwei Söhne, 5 und 8 Jahre alt, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe und viel Spaß hatte. Am Wochenende und in meiner Freizeit habe ich mit der Familie Ausflüge gemacht oder alleine etwas unternommen. Die Sprache fiel mir auf Anhieb sehr leicht, sodass ich keine Probleme mit der Kommunikation hatte.

Ich beherrschte die Grammatik sehr gut und hatte großen Spaß am Reden. Nie hätte ich gedacht, dass man sich so schnell an eine andere Sprache gewöhnen könnte. An einem Wochenende habe ich mich mit meiner Klassenkameradin Elena in London verabredet, um die Stadt zu erkunden und die Atmosphäre dort zu erleben. Für mich war London eine sehr tolle Erfahrung, ich habe viel gesehen und wir haben uns gut in der großen Stadt zurechtgefunden.

Ich werde diese wundervolle, spannende und ereignisreiche Praktikum Zeit nie vergessen und kann viel Gelerntes mitnehmen.

 
 
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.